Der Verein "Mobilfunk mit Mass in Herrliberg" verfolgt das Ziel, die Strahlenbelastung durch Mobilfunk und durch anderen Elektrosmog in Herrliberg so tief wie möglich zu halten.
Der Verein stellt sich nicht gegen den Mobilfunk und gegen andere technische Errungenschaften, sondern setzt sich für eine massvolle Strahlenbelastung in unseren Wohngebieten ein.
Untersuchungen über die Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung auf den menschlichen Organismus stecken noch in den Kinderschuhen. Die ersten Resultate lassen aber aufhorchen.
Falls sich die aus den Untersuchungen abgeleiteten Befürchtungen bewahrheiten, müssen die heute geltenden gesetzlichen Grenzwerte zum Schutz der Gesundheit um ein Vielfaches herabgesetzt werden.
Die Mechanismen sind aus geschichtlichen Parallelen, z.B. Asbest, Röntgenstrahlung und Formaldehyd, bekannt. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen werden neuen Forschungsergebnissen angepasst. Dies aber erst mit jahrelanger Verzögerung.
Deshalb laufen wir Gefahr. bis zur gesetzlichen Neuregelung und zur technischen Anpassung der Mobilfunkantennen unsere Gesundheit und die Gesundheit unserer Kinder zu schädigen.
In Herrliberg strahlen zwei kombinierte UMTS-/GSM- sowie ein GSM-Mobilfunksender. Aus Nachbargemeinden strahlen zusätzlich sechs Mobilfunkantennen mit hoher Leistung in unsere Gemeinde.
Ausserdem liegt seit 2006 eine Baubewilligung seitens des Gemeinderates für eine kombinierte UMTS-/GSM-Antenne vor, gegen welche ein Rekurs von Anwohnern hängig ist.
Zusätzlich wurde ein Baugesuch eingereicht, welches nach Intervention von Betroffenen im Einvernehmen mit dem Gesuchsteller seit 2007 sistiert ist.
Ein GSM-Sender wurde per Ende Dezember 2007 nach Intervention von mobilfunkkritischen Bürgern durch die Schulbehörde gekündigt und vom Betreiber per Ende 2007 abgestellt (Schule Herrliberg).
Damit zeigt sich auf Gemeindegebiet in Herrliberg mit Stand Januar 2008 folgendes Bild:
| Standort | Art | Betreiber | Eigentümer/Besonderes |
| Langacker (Feuerwehrgebäude) | UMTS / GSM | Swisscom | Gemeindeliegenschaft |
| Humrigenstrasse (Feuerwehrgebäude) | UMTS / GSM | Swisscom | Gemeindeliegenschaft |
| Fröschgülle | GSM | Orange | EKZ-Liegenschaft |
| Schulhausstrasse (Altes Schulhaus) | GSM | Swisscom | seit Ende Dezember 2007 ausser Betrieb |
| Humrigenstrasse 61 | UMTS / GSM | Sunrise | Baubewilligung; Rekurs seit 2006 |
| Gartenstrasse 16 | UMTS / GSM | Sunrise | Baugesuch; sistiert seit 2007 |
Neben der Informationsflut über neue Handy-Technologien (UMTS etc.) und über neue spektakuläre Handy-Funktionen (Videotelefonie und Fernsehen etc.) gehen die nachrichten zu medizinischen Forschungsberichten und epidemiologischen Untersuchungen unter.
Der Verein "Mobilfunk mit Mass in Herrliberg" will mit seinen Informationsaktivitäten sowohl die Bevölkerung wie auch die Behörden zum Thema Gesundheitsrisiken durch Mobilfunk und anderen Elektrosmogsensibilisieren. Zusätzlich will er auf die Möglichkeiten hinweisen, mit denen sich gemäss Stand der Technik die Risiken vermindern lassen.
Der gesetzliche Rahmen lässt nur wenig Spielraum zu. Die Strahlenbelastung kann aber durch konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten und vor allem mit dem nötigen Druck seitens der betroffenen Bevölkerung mit verschiedenen Massnahmen reduziert werden. Der Verein will hier koordinierend wirken.
Weiter bezweckt der Verein auch die Vermeidung von Wertverminderungen von Liegenschaften durch die Erstellung von Sendeanlagen in deren Nähe. Auch steht der Verein dafür ein, dass bei Schulen, Altersheimen, Sportanlagen und Kinderspielplätzen keine Mobilfunkantennen aufgestellt werden.
Der Verein "Mobilfunk mit Mass in Herrliberg" entstand aus einer spontanen Aktion einiger Anwohner gegen die Aufrüstung der bestehende GSM-Mobilfunkantenne auf dem Feuerwehrdepot an der Langackerstrasse 76 in Herrliberg auf kombinierte GSM/UMTS-Strahlung.
Die überwältigende Unterstützung aus der Bevölkerung führte zur Gründung am 10. November 2004
Gesetzliche und physikalische Werte:
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42 - 61 V/m |
Schweizer Strahlungsgrenzwert, den Mobilfunksender nicht überschreiten dürfen |
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4 - 6 V/m |
Schweizer Strahlungsgrenzwert, den Mobilfunksender Im Innern von Wohn- und Arbeitsräumen nicht überschreiten dürfen. |
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0.0003V/m |
Wert, welcher Handy-Empfang noch immer gewährleistet |
Werte, die aus medizinischer Sicht Krankheiten auslösen:
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0.4 V/m |
verbreitete Erkrankungen im Umkreis des Kurzwellen-Radiosenders Schwarzenburg festgestellt (Abelin et. al., 1995) |
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0.2 V/m |
potentiell krebsfördernde Werte (Weltgesundheitsbehörde WHO) |
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0.06 V/m |
langfristige Gesundheitsschäden durch GSM-Mobilfink nachgewiesen (v. Klitzing, 2000) |
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